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Stadt der Finsternis -
Die Nacht der Magie

Kate Daniels arbeitet als Söldnerin und verdient ihr Geld damit, übersinnliche Phänomene jeglicher Art auf und unter den Straßen von Atlanta zu bekämpfen. Als ihr Vormund Greg ermordet wird, gerät ihre Welt aus den Fugen. Um seinen Mörder zu finden, muss sie mit dem Orden kooperieren und plötzlich gerät sie ins Rampenlicht und ist keine namenlose Söldnerin mehr, was ihr so gar nicht gefällt. Bei der Suche nach dem Täter stößt Kate auf einige Ungereimtheiten und befindet sich plötzlich zwischen den zwei größten Fronten von Atlanta, den Vampiren und den Gestaltwandler.

 

Autor: Ilona Andrews

Verlag: Lyx

Seiten: 304

Erscheinungsdatum: 9. März 2009

 

 

Stadt der Finsternis ist meine absolute Lieblingsreihe!

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich diese Bücher mittlerweile bereits gelesen habe und doch habe ich von Zeit zu Zeit auf's Neue Lust auf sie, obwohl ich die Dialoge bald mitsprechen kann.

Und nun möchte ich die Bücher auch denjenigen von euch ans Herz bringen, die sie noch nicht gelesen haben. Denn es lohnt sich! Definitiv!

 

Kate Daniels arbeitet als eine einzelgängerische Söldnerin und nimmt die ungewöhnlichsten Aufträge an, solange diese gut vergütet werden, um über die Runden zu kommen. Dabei versucht sie immer im Hintergrund zu bleiben und nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Dies ändert sich als Greg, ihr Vormund, getötet wird und sie sich auf die Suche nach seinem Mörder macht. Dabei muss sie mit dem Orden kooperieren, was ihr zunächst nicht zusagt, aber nichts anderes übrig bleibt, wenn sie an dem Fall arbeiten möchte.

Schnell wird ihr jedoch klar, dass der Fall sie unweigerlich zu den "Anführern" der Stadt führen wird, von denen sie sich immer fernhalten wollte. Vor allem von Curran, dem Herrn der Bestien, welchem Hunderte von Gestaltwandlern allein in Atlanta unterstehen. Doch die Indizien deuten darauf hin, dass sich der Täter in seinen Reihen verbergen könnte und um dies auszuschließen, muss sie ein Gespräch mit ihm suchen.

 

Kate ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Sie ist willensstark, mutig und manchmal vielleicht auch ein wenig frech, wenn es um vorlaute, mächtige "Herren" geht. Sie scheut nicht davor, den Mund aufzumachen und ihre Meinung zu sagen, kann ihn aber auch halten, wenn es angebracht ist und mehr der Situation dient.

Sie ist loyal und lässt ihre neu gewonnenen "Freunde" sogar dann nicht im Stich, wenn diese ihr eigentlich aufgezwungen wurden. Sie versucht einfach aus jeder Situation das Beste zu machen und ist ihrer Stärke nur allzu bewusst, ohne überheblich zu wirken.

Wer sie nich nicht kennt, darf gespannt auf ihre Geheimnisse sein und was sie sonst noch auf dem Kasten hat ;).

 

Curran ist ebenfalls ein sehr charismatischer Protagonist und trotz nur so vor Stärke. Er ist mächtig und überheblich und zeigt dies auch deutlich, weshalb er mit Kate so oft aneinander gerät, doch ihre Plänkereien erwärmen einem wirklich das Herz :D. Sie treffen einander nie unter die Gürtellinie, versuchen aber ständig den anderen herauszufordern und sich miteinander zu messen.

Ihre Dialoge haben mich so oft zum Lachen gebracht und ich liebe diese Stellen im Buch, wo sie auf's Neue aufeinander treffen, denn jedes mal passiert etwas Neues, das einen zum Lachen bringt.

 

Auch all die anderen Nebencharaktere wie Derek, Jim, Dr. Doolittle, Mahon und viele anderen haben alle einen eigenen Charakter, obwohl sie sich in einem gleich sind: sie sind allesamt stur und tun wie auch Kate nicht immer das, was sie eigentlich sollten, womit sie den Herrn der Bestien häufig mal zur Weißglut bringen und nicht gut für seinen Blutdruck sind.

 

Die Handlung entwickelt sich rapide und man hat nicht das Gefühl, stellenweise auf der Stelle zu treten. Immer wieder gelangt Kate zu neuen Erkenntnissen und diese führen sie in eine andere Ermittlungsrichtung.

Was mir besonders an diesem Buch gefällen hat, ist, dass es nicht nur einen Höhepunkt hat, sondern gleich mehrere und alle Fragen und Ungereimtheiten, die man vll noch hat, werden gegen Ende definitiv aufgelöst und aufgeklärt.

Auch ein roter Faden ist somit durchgehend vorhanden.

 

Ich liebe den Schreibstil von Ilona Andrews. Er ist spannend und humorvoll, und man hat nie das Gefühl das Autorenpaar würde nur um den heißen Brei herum reden. Stattdessen kommen sie immer direkt zum Punkt, was vll nicht allen gleich gut gefällt.

Das Autorenpaar hat eine Welt erschaffen, die es vorher noch nie gab und auch Bewohner, die man bisher so noch nie kennenlernte. Alleine schon, dass die Vampire auf einmal nicht mehr die sympathischen Blutsauger á la Edward Cullen waren, sondern mordernde Ungeheuer, ist eine kleine Umstellung. Aber seitdem mag ich immerhin die Gestaltwandler deutlich lieber ;).

 

Einzige Anmerkung wäre, dass man bei dem ersten Band stellenweise sehr schwer in die Handlung rein kommt.

Es gibt eher wenig Vorerklärungen, sodass man mitten in dieser Welt landet, ohne irgendwelche Kenntnisse und dann auch noch mit Rückblicken zurecht kommen muss. Für manche ist das vll etwas viel auf einmal und ich bin auch eher jemand, der das Buch dann einfach nur noch zu Ende ließt, ohne wirklich mit den Protagonisten mitzufiebern, wodurch auch die Spannungskurve eher flach wirkt.

Aber lasst euch dadurch nicht abschrecken, wenn ihr nicht direkt nach den ersten fünf Seiten erfahren habt, welche Geheimnisse und welche Macht Kate hat. Versucht einfach, euch auf diese Welt einzulassen und sie so hinzunehmen wie sie ist, spätestens beim zweiten Band erscheint sie auf einmal deutlicher und nicht mehr so verwirrend ;).

Es ist nun einmal schwer, so eine komplexe Welt zu erstellen, ohne dass die Handlung dabei einbüßt und es nicht wie eine trockene Fachlektüre wirkt. Man lernt die Welt im Laufe der Romane immer näher kennen und lieben.

 

 

Fazit:

 

Ich denke ich brauche gar nichts mehr dazu sagen :).

Würde das Buch allen empfehlen, die gerne Fantasy Romane lesen, die nicht einer geraden Linie folgen, sondern auch einige Überraschungen bieten.

Datum:18.07.19|06:29Uhr
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